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Nicht ohne meinen Sonnenhut. Foto: pixabay.com © parasseth

So schön das ist, wenn die Sonne endlich einmal scheint: Ungeschützt sollte man mit seinen Kindern nicht in die Ferien fahren.

Die Kinderwelt will entdeckt werden. Egal ob am Strand, in den Bergen, im Freibad oder auf dem Abenteuerspielplatz. Richtiger Sonnenschutz gehört im Sommerurlaub genauso dazu wie Eis essen und baden gehen. Ist die Haut der unsichtbaren ultravioletten Strahlung zu lange ungeschützt ausgesetzt, kommt es neben Hautrötungen schnell zu Entzündungen der Augen und zu einem unangenehmen Sonnenbrand.

Die sichtbaren Hautschäden sind nach einigen Tagen wieder verschwunden. Die Konsequenzen aus einem sorglosen Umgang mit der UV-Strahlung können aber erst nach Jahrzehnten erkennbar werden. Die UV-Strahlen sind der größte Risikofaktor für die Entstehung von Hautkrebs. Eine begrenzte Schutzfunktion ist die Bräunung der Haut, die fälschlicherweise immer noch als ein Indikator für Gesundheit angesehen wird. Einige einfachen Sonnenschutztipps sind für einen gelungenen, sorgenfreien Urlaub zu beachten:

Siesta einhalten

Am Urlaubsort kann die Sonne deutlich intensiver „brennen“, als man es von zuhause gewohnt ist: Je näher das Urlaubsziel dem Äquator ist, desto stärker scheint dort auch die Sonne. Gönnen Sie Ihrer und der Haut Ihrer Kinder eine Siesta von 11 bis 16 Uhr.

Beim Strand- oder Badeurlaub wird die UV-Strahlung der Sonne vom Wasser und Sand zurückgestrahlt und so deutlich verstärkt. Je höher der Urlaubsort in den Bergen liegt und je klarer die Luft ist, desto intensiver können die UV-Strahlen vordringen. Aber auch der Asphalt in den Städten reflektiert und verstärkt UV-Strahlung. Selbst Bewölkung kann die UV-Strahlung in Ausnahmefällen noch verstärken.

Schatten – ganz einfach organisiert

Besonders gut als Schutz geeignet ist dichtgewebte Kleidung, die die Schultern, die Oberarme und die Beine bedeckt. Extra Kleidung mit UV-Schutz ist nicht notwendig, wenn man einem Sonnenhut verwendet, der dem Gesicht, dem Nacken und den Ohren Schatten spendet. Schuhe sollten den Fußrücken bedecken. Bei Sonnenbrillen unbedingt auf die Kennzeichnungen DIN EN ISO12312-1 und UV-400 achten. Günstige Brillen sind hier genauso geeignet wie teurere.

Sonnencreme-Tipps

Am besten Sonnencreme Lichtschutzfaktor 30 verwenden - mit UVA- und UVB-Schutz - wasserfest und ohne Duft- und Konservierungsstoffen. Ruhig dick auftragen, lieber zu viel als zu wenig Bei Kindern, die spielen und im Wasser plantschen, alle zwei Stunden und nach dem Baden immer wieder nachcremen. Dies verlängert jedoch nicht die Schutzzeit.

Im Idealfall kann man im Internet den aktuellen UV-Index des Urlaubsortes ermitteln und so die Intensität der Sonne besser einschätzen. Grundsätzlich gilt:  Sonnenmützen und Kappen nicht vergessen. Sonnensegel, Bäume und andere „Schattenspender“ ermöglichen sonnengeschütztes Spielen im Freien und machen so manchen Sommertag angenehmer.

Am besten checkt ihr im Urlaub den UV-Index jeden Morgen beim Frühstück, unter www.bfs.de/uv-prognose für Deutschland, und unter www.wetteronline.de/uv?gid=euro für Europa. Der UV-Index gibt an wie hoch das Risiko ist, einen Sonnenbrand auf ungeschützter Haut zu bekommen.

Das Projekt „Clever in Sonne und Schatten" ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Krebshilfe, der Universität zu Köln/Uniklinik Köln, des Universitäts KrebsCentrums Dresden und der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V.  Ziel ist es, nützliches Wissen und praktische Alltagstipps zu Sonnen- und Hautschutz in die „Lebenswelten“ von Kindern und Jugendlichen zu tragen.

Noch mehr Infos stehen unter www.sonnenbus.uni-koeln.de. Unter www.krebshilfe.de gibt es viele weitere Anregungen und kostenlose Materialien, um Kindern Sonnenschutz spielerisch zu vermitteln.