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Medizinische Relevanz

Neue epidemiologische Daten zeigen neben einer ansteigenden Inzidenzrate von Hauttumoren auch, dass zunehmend jüngere Menschen an Hautkrebs erkranken (s. Studie des Robert Koch Instituts, 2008). Dabei ist die frühzeitige Erkennung dieser Tumore mit einer hohen Heilungsrate verbunden. Aus diesem Grund wurden in den letzten Jahren zahlreiche sekundärpräventive Aktionen zur Früherkennung von Hautkrebs durchgeführt.

Weiterhin wird aufgrund neuer Erkenntnisse deutlich, dass die primäre Prävention (Vermeidung der Entstehung von Hautkrebs) nur durch einen sorgsamen Umgang mit der Sonnenexposition im Kindesalter erreicht werden kann. Kinder verbringen besonders viel Zeit im Freien: in den ersten 18 Lebensjahren nimmt ein Mensch 80 Prozent der UV-Strahlendosis seines gesamten Lebens auf. Durch einen sorglosen Umgang mit Sonnenbestrahlung insbesondere im Kindesalter werden durch die energiereichen UV-Strahlen pathogenetische Entwicklungen in den Zellen angestoßen, die zu einem späteren Zeitpunkt, unter Umständen erst nach 40 Jahren zur Entstehung von Hautkrebs führen können (Krams et al., 2010).

Für den menschlichen Organismus hat die Strahlung der Sonne jedoch auch positive Auswirkungen. Die Sonnenstrahlung wirkt sich z.B. positiv auf die Psyche des Menschen aus. Die UV-Strahlung regt u.a. die Produktion von aktivem Vitamin D in der Haut an, das eine wichtige Rolle im Kalziumhaushalt und beim Auf- und Abbau des Knochens spielt (Gutenbrunner, 2007).

Nur wenn die Schulkinder in spielerischer und ansprechender Art und Weise die Sonne, die Zusammenhänge der Sonnenenergie, die verschiedenen Arten der Sonnenstrahlen und ihren Einfluss auf die Erdoberfläche und letztendlich auf den menschlichen Organismus verstehen, werden sie das eigene Verhalten kritisch hinterfragen können. Auf diese Weise können Umdenkprozesse in Gang gesetzt werden, die sich in einem veränderten Verhalten widerspiegeln und zum achtsamen Umgang mit Sonnenstrahlung und damit zur Vermeidung der Entstehung von Hautkrebs führen.

Literaturangaben:

  • Gutenbrunner C., Glaesener J-J.: Rehabilitation, Physikalische Medizin und Naturheilverfahren. Springer-Verlag, Heidelberg 2007
  • Krams M., Frahm S.O., Kellner U., Mawrin C.: Kurzlehrbuch Pathologie. Thieme-Verlag, Stuttgart 2010
  • Robert Koch-Institut, Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V.: Krebs in Deutschland 2003-2004 – Häufigkeiten und Trends, 6 Aufl., Berlin 2008