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Das Projekt "Die Sonne und Wir" informiert, vermittelt Wissen und klärt auf

Um bereits jungen Menschen, Eltern, ErzieherInnen und LehrerInnen  eine verständliche Aufklärung zum achtsamen Umgang mit Sonnenstrahlen zu ermöglichen, wurde das Projekt „Die Sonne und Wir“ im Herbst 2011 ins Leben gerufen. Dank der drei-jährigen Förderung (2012-2014) durch die RheinEnergie Stiftung und weiterer Förderen hat sich das Projekt erfolgreich etabliert.

Die Entwicklung und Durchführung des facettenreichen Projekts verbindet drei Kölner Hochschulen: die Universität zu Köln mit drei Fakultäten, die Technische Hochschule Köln und die Deutsche Sporthochschule Köln. Als Kooperationspartner sind die krebs initiative Köln e.V., die Uniklinik Köln, das Centrum für Integrierte Onkologie Köln Bonn, eingebunden. Seit August 2014 sind die Deutsche Krebshilfe e.V. und die Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention (ADP) e.V. als weitere Kooperationspartner eingebunden.

Warum ist ein achtsamer Umgang mit Sonnenstrahlen wichtig ?

Epidemiologische Daten bestätigen, dass das Auftreten von Hauttumoren weiterhin steigt und zunehmend jüngere Menschen Hautkrebs entwickeln. Insbesondere im Kindesalter und den ersten achtzehn Lebensjahren, in denen ein Mensch 80 Prozent der UV-Strahlendosis seines Lebens aufnimmt, können durch die UV-Strahlen „krankmachende“ Entwicklungen in den Zellen angestoßen werden, die unter Umständen erst nach Jahrzehnten zur Entstehung von Hautkrebs führen. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Vermeidung der Entstehung von Hautkrebs wesentlich durch einen achtsamen Umgang mit der Sonnenexposition im Kindesalter erreicht werden kann.

Hintergrund

Auf die Frage, was sich die meisten für ein Wetter wünschen, ist die überwiegende Antwort „Schönes Wetter mit viel Sonnenschein“. Wenn die Sonne scheint geht es uns gut. Sie streichelt unsere Seele, wir genießen die Wärme und haben das Gefühl durch die Sonne unsere Kraftreserven für die bevorstehenden regenreichen und kalten Herbst- und Wintermonate wieder aufzufüllen. Die Kinder freuen sich, bei sonnigem Sommerwetter den ganzen Tag im Freien zu spielen und zur Abkühlung im Wasser zu plantschen.

Gute Sonne – schlechte Sonne

Die Sonne birgt aber auch wesentliche Gefahren! Das Sonnenlicht besteht aus einem Spektrum verschiedener sichtbarer und nicht sichtbarer Strahlenarten. Unsichtbar, aber sehr energiereich und gefährlich, sind die ultravioletten (UV) Strahlen der Sonne. Diese UV-Strahlen können von unserer Haut in Abhängigkeit von unserem Hauttyp nur für eine kurze Zeit toleriert werden. Unsere Haut darf nicht zu lange der UV-Strahlung ausgesetzt sein. Sonst können Hautrötungen, Entzündungen der Augen und ein schmerzhafter Sonnenbrand die akute Folge von einem Zuviel an „Sonnenstrahlen“ sein. Um dem vorzubeugen, ist „geschützter“ und „achtsamer“ Sonnengenuss eine wichtige vorbeugende Vorgehensweise.

Das ist die Zweischneidigkeit mit dem Sonnenlicht: unser Körper benötigt und verträgt Sonnenlicht nur in ganz bestimmten Intensitätsmengen und Zeitdauer ohne spätere Schäden wie Hautkrebs davon zu tragen. Unter allen Krebsarten nimmt Hautkrebs mit den epithelialen Hauttumoren („weißer“ Hautkrebs) und dem malignen Melanom („schwarzer“ Hautkrebs) den ersten Platz ein. Neue epidemiologische Daten zeigen deutlich, dass das Auftreten von Hauttumoren weiterhin steigt und zunehmend jüngere Menschen Hautkrebs entwickeln. Während die Prognose von epithelialen Tumoren, insgesamt als gut eingeschätzt werden kann, ist das maligne Melanom eine potenziell tödliche Erkrankung. Derzeit fehlen effektive Therapien, das maligne Melanom im Falle einer Metastasierung zu heilen. Daher ist bei Auftreten eines Melanoms die frühzeitige Erkennung sehr wichtig.

Warum ist die Aufklärung so wichtig?

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass die Vermeidung der Entstehung von Hautkrebs nur durch einen achtsamen Umgang mit der Sonnenexposition im Kindesalter erreicht werden kann. Erstaunlicherweise nimmt in den ersten achtzehn Lebensjahren ein Mensch 80 Prozent der UV-Strahlendosis seines gesamten Lebens auf. Durch einen sorglosen Umgang mit Sonnenbestrahlung im Kindesalter können durch die energiereichen UV-Strahlen die „krankmachenden“ Entwicklungen in den Zellen angestoßen werden. Diese können zu einem späteren Zeitpunkt, unter Umständen erst nach 40 Jahren zur Entstehung von Hautkrebs führen. Eine aktuelle Auswertung der Mortalitätsrate des malignen Melanoms an der Dermatologischen Klinik der Universität zu Köln zeigte, dass im Jahre 2009 und 2010 etwa 30 % der am malignen Melanom verstorbenen Patienten jünger als 45 Jahre waren.

Das facettenreiche Projekt - Die Sonne und Wir integriert Projektpartner aus unterschiedlichen Disziplinen

Um schon jungen Menschen eine „kindgerechte“ Aufklärung zum achtsamen Umgang mit Sonnenstrahlen anbieten zu können, initiierten das Zentrum für Molekulare Medizin Köln und die Dermatologie der Uniklinik / Centrum für Integrierte Onkologie das Projekt - Die Sonne und Wir "Projekt Sonnenbus". Für die Umsetzung und Durchführung des Projekts konnten weitere Mitglieder der Universität zu Köln, der Fachhochschule Köln, der Deutschen Sporthochschule Köln gewonnen werden. Miteingebunden in das Projekt sind die Uniklinik, die krebs initiative köln e.V. und das Odysseum als Kooperationspartner.

Besonders hervorzuheben ist, dass sowohl bei der Etablierung und Durchführung des Projekts Studierende der verschiedenen Fachrichtungen der Universität zu Köln, der Fachhochschule Köln und der Deutschen Sporthochschule Köln, Ärzte und Ärztinnen der Uniklinik und interessierte Personen der Krebs Initiative Köln e.V. miteingebunden werden.

Aufklärung und Wissensvermittlung so früh wie möglich

Vorrangiges Ziel des Gemeinschaftsprojekts ist es, SchülerInnen der 3. bis 6. Klasse der Stadt Köln aber auch Jugendlichen, Eltern und weitere interessierte Erwachsenen die positiven und negativen Auswirkungen von Sonnenstrahlen auf den menschlichen Körper zu erklären, um die Risiken einer übermäßigen Sonneneinstrahlung verständlicher zu machen. Durch eine multi- und interdisziplinäre Vorgehensweise werden den SchülerInnen naturwissenschaftliche und künstlerische Lerninhalte zum Themenkomplex „Sonne“ und „Unser Körper“ vermittelt und die Bedeutung eines achtsamen Verhaltens bei Freizeitaktivitäten wie Sport in den sonnenreichen Monaten und im Urlaub nahe gebracht. Diese multi- und interdisziplinäre, die eine didaktisch fundierte Vorgehensweise inklusive einer Evaluierung des Lernerfolgs einbindet, ist durch die einschlägigen Expertisen der Projektbeteiligten umgesetzbar. Besonderer Dank geht an die RheinEnergie Stiftung, die das Projekt auswählte und seit Frühjahr 2012 fördert.